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PRA-progressive Retina Atrophie

Eigentlich dachten wir, dass sich niemand mehr für dieses altes Thema interessieren würde, da es sich bei uns im Jahre 2002 ereignet hat. Allerdings wurde im Jahre 2013 erneut die Erkrankung unserer beiden Mädels angezweifelt - also 11 Jahre (!) später!

Doch nun zum eigentlichen Thema: Die PRA - fortschreitende Netzhautablösung - ist eine genetische Erkrankung, die nicht heilbar ist. 

Es gibt zwei unterschiedliche Arten der PRA.
Bei der PRA-Displasie beginnt die Netzhautablösung bereits in frühester Kindheit; dieser Erbgang wird dominant vererbt.
Bei der PRA-Degeneration beginnt die Ablösung erst in einem Alter von 18 Monaten bis 2 Jahren, wobei diese Form rezessiv vererbt wird. Mit anderen Worten, beide Elterntiere eines erkrankten Tieres müssen dieses Gen zumindest heterozygot tragen. 

Unsere beiden Katzen Farina und Fiona hatten nachweislich die Degenerationsform. Bei ihnen wurde die Krankheit mit ca. 33 Monaten entdeckt (zu diesem Zeitpunkt waren beide bereits eingedeckt, da die vorherige Untersuchung - im Alter von etwas unter 2 Jahren - ein ganz anderes Untersuchungsergebnis hatte). 



Die Untersuchungen wurden mühevoll (und doch relativ unangenehm für die Katzen) durch vom Dortmunder Kreis zugelassenen Tierärzten durchgeführt, in dem der Augenhintergrund abgeleuchtet und dadurch visuell begutachtet wird.

Heute gibt es glücklicher Weise einen Gen-Test - allerdings bislang nur für Abessinier und Somali.
Andere Katzenrassen, bei denen diese beiden Rassen eingekreuzt wurden (z. B. die Farben cinnamon und fawn entstammen alle aus Aby/Somali-Linien), müssen nach wie vor den Augenhintergrund abgeleuchtet bekommen. 

Bei Klick auf die Fotos kann man sich jeweils den genauen Untersuchungsbefund und Stammbaum usw. ansehen!
(Dauert je nach PC und Übertragungsgeschwindigkeit z.T.  etwas länger, jeweils ein ziemlich großes PDF-Dokument!) 


PRA-Akte Farina
PRA-Akte Fiona

Selbstverständlich wurden alle unsere Katzen und deren Kitten kastriert, so dass von unseren Tieren keine "PRA-Gefahr" mehr ausgehen konnte.

Siehe hierzu auch unseren Bericht beim KFND e.V.!