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Fell-Länge und -Textur:


Eine Perserkatze zeichnet sich vor allem durch ihr langes Fell aus. Wird nun eine Perserkatze mit einer reinerbig kurzhaarigen Katze verpaart, so fallen nur kurzhaarige Jungtiere. Und das bedeutet, dass Kurzhaarigkeit dominant gegenüber Langhaarigkeit ist. Kurzhaarige Katzen wollen wir nun mit einem L kennzeichnen, langhaarige mit einem l. Somali-Katzen sind also Abessinier mit einem ll; die Tiffany ist die langhaarige Burma, der Balinese der langhaarige Siamese, der Mandarin (wird auch Javanese genannt) ist die langhaarige OKH; hingegen ist die Exotic Shorthair die kurzhaarige {L_} Version der Perser-Katze.


{Wenn oben geschrieben worden ist, dass Somali, Tiffany, Balinese und Mandarin langhaarige Katzen sind, so ist das nicht ganz richtig; denn nur die Perser und die Perser-Colourpoint haben das Recht, sich als langhaarig zu bezeichnen; die anderen Katzen mit längerem Fell werden deshalb als "halblanghaarig" bezeichnet, owohl sie alle genetisch ein ll tragen, also genetisch gesehen gleich sind.}


Das Rex-Gen bestimmt, ob nun eine Katze gelockt ist oder nicht. Dieses ist allerdings etwas komplizierter als es scheint, denn insgesamt gibt es nicht nur eins, sondern gleich drei unterschiedliche Rex-Gene. Bei allen Rex-Genen ist das glatte Fell dominat, das gelockte rezessiv. Das Gen, das die Devon-Rex besitzt, ist das Devon-Rex-Gen r(De); die Cornish-Rex besitzt das Cornish-Rex-Gen r(Co) und die Oregon-Rex das Oregon-Rex-Gen r(Or). Das es sich bei diesen Genen wirklich um unterschiedliche handelt, hat man durch Kreuzungen verschiedener Rex-Katzen herausgefunden.


{Bei der Verpaarung von Devon- mit Cornish-Rex Katzen traten in nicht einem Wurf eine gelockte Katze auf. Dies ist nur dadurch zu erklären, dass es sich um unterschiedliche Gene handelt; denn bei einer reinrassigen Verpaarung fallen nur gelockte Jungtiere.}


Ein weiters Locken-Gen ist das der noch relativ unbekannten Selkirk-Rex-Katze. Im Gegensatz zu den anderen Genen, ist dieses Gen R(Sk) dominant gegenüber dem glatten Fell r(Sk).


Eine andere Variante zum gelockten Fell ist das Drahthaar. Das hierfür verantwortliche Drahthaargen zeichnet vor allem die American Wirehair aus. Drahthaar Wh ist wie das Selkirk-Rex-Gen dominant gegenüber glattem Fell wh.


Ebenfalls sollte im Zusammenhang der Fell-Länge und der -Textur die Sphinx-Katze erwähnt werden. Diese Art zeichnet sich durch ihre absolute Haarlosigkeit aus, welche rezessiv ist (hr,  "behaart" wird also durch ein Hr symbolisiert).   


Eine andere Nacktkatzenart, die "Don-Sphynx" ist durch ein anderes Gen gezwungen, haarlos zu sein, die Don-Sphynx-Haarlosigkeit ist dominant und wird durch Hr(DS) symbolisiert (behaart: hr(DS)). Das selbe dominante Gen verursacht im übrigen die "Peterbald" dazu, dass auch sie haarlos ist.

 

Wer mehr über die Vererbungslehre wissen möchte, in dem über 300 Seiten dicken Buch "Rassekatzen - klasse Katzen", ISBN:  978-3-7357-7489-7 wird dies alles detailiert beschrieben.

 
Hier wird anschaulich die Genetik erklärt, ferner gibt es eine Übersicht und Beschreibung über sämtliche, derzeit anerkannten Katzenrassen, sowie eine Auflistung, mit welchen geplanten Züchtungen man in den nächsten Jahren rechnen kann. 
 
 
Außerdem geht 100% des Autorengewinns an den Katzenschutz der Katzenfreunde Norddeutschland e. V. - denn aktiver Katzenschutz und seriöse Katzenzucht schließen sich nicht gegenseitig aus!

Und hier kann man sich zeigen lassen, welche Jungtiere bei bestimmten Eltern geboren werden können (Genetischer Farbrechner).
Wählen Sie bitte dazu die entsprechenden Felder für die Eltern aus und warten Sie, bis die Berechnung beendet ist (solange unten "Berechnen" steht, ist noch NICHT fertig, da insgesamt 13.824 Möglichkeiten durch kalkuliert werden).